Astronomen entdecken Magnetfeld-Effekt: Galaxien verschmelzen zu schnellen stellaren Brutstätten

Lesezeit: 2 Minuten
Durch Ernst Müller
- in
Zwei verschmelzende Galaxien mit sichtbaren Magnetfeldern.

BerlinForscher haben erstmals Magnetfelder im Zentrum verschmelzender Galaxien entdeckt. Diese Entdeckung könnte erklären, wie Galaxien so schnell Sterne bilden können. Ein Team unter der Leitung von Dr. David Clements identifizierte diese Magnetfelder in einer Gas- und Staubscheibe in Arp220, das aus zwei verschmelzenden Galaxien besteht.

Wenn Galaxien zusammenkommen, entstehen Bedingungen, die eine rasche Sternenbildung ermöglichen. Dieser Vorgang wird als Sternenexplosion bezeichnet. Während solch einer Explosion wandeln Galaxien Gas äußerst effizient in Sterne um. Der Grund dafür war lange Zeit unklar, aber Magnetfelder könnten dabei eine Rolle spielen. Diese Felder könnten verhindern, dass sich das für die Sternenbildung benötigte Gas zerstreut.

Hier sind einige Überlegungen:

Massenkollisionen von Galaxien können die rasche Entstehung von Sternen anregen. Magnetfelder könnten dabei eine stabilisierende Rolle spielen. Diese Felder wurden mit dem Submillimeter Array auf Hawaii nachgewiesen. Das Forschungsteam plant, ALMA für weitere Untersuchungen einzusetzen.

Magnetfelder könnten dabei helfen, die Energie in Bereichen zu kontrollieren, in denen Sterne entstehen. Sie sorgen dafür, dass Druck und Temperatur im Gleichgewicht bleiben und verhindern, dass sich das Gas übermäßig ausdehnt. Diese Regulierung ist entscheidend, da junge Sterne und Supernovae das umgebende Gas erhitzen können, was die Entstehung neuer Sterne stören könnte.

Der Submillimeter-Array ermöglicht es Wissenschaftlern, Licht zu beobachten, das gerade jenseits des Infrarotspektrums liegt. In diesem Bereich könnten sich Magnetfelder befinden. Diese Technologie hilft uns, mehr über schwarze Löcher und die Entstehung von Sternen zu erfahren. Arp220 ist eines der leuchtstärksten Objekte im fernen Infrarot, was es zu einem besonders interessanten Fall macht, um diese Phänomene näher zu untersuchen.

ALMA, das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array, wird von Forschern eingesetzt, um ihre Studien fortzusetzen. Es wird dabei helfen, herauszufinden, ob magnetische Felder in ultraluminösen Infrarotgalaxien verbreitet sind. Diese Forschung könnte aufklären, wie magnetische Felder die Sternentstehung beeinflussen und unser Verständnis der Galaxienentwicklung verbessern.

Die Entdeckung verdeutlicht die zentrale Bedeutung von Magnetfeldern für das Verhalten von Galaxien und die Entstehung von Sternen. Der Einsatz stärkerer Teleskope in zukünftigen Studien könnte Wissenschaftlern ermöglichen, mehr über kosmische Ereignisse und Strukturen zu erfahren.

Die Studie wird hier veröffentlicht:

http://dx.doi.org/10.1093/mnrasl/slae107

und seine offizielle Zitation - einschließlich Autoren und Zeitschrift - lautet

D L Clements, Qizhou Zhang, K Pattle, G Petitpas, Y Ding, J Cairns. Polarized dust emission in Arp220: magnetic fields in the core of an ultraluminous infrared Galaxy. Monthly Notices of the Royal Astronomical Society: Letters, 2025; 537 (1): L67 DOI: 10.1093/mnrasl/slae107

Wissenschaft: Neueste Nachrichten
Weiterlesen:

Diesen Artikel teilen

Kommentare (0)

Kommentar veröffentlichen
NewsWorld

NewsWorld.app ist der kostenlose Premium-Nachrichtenseite in Deutschland. Wir bieten unabhängige und hochwertige Nachrichten, ohne pro Artikel zu berechnen und ohne ein Abonnementmodell. NewsWorld ist der Ansicht, dass allgemeine, geschäftliche, wirtschaftliche, technische und Unterhaltungsnachrichten auf hohem Niveau kostenlos zugänglich sein sollten. Darüber hinaus ist NewsWorld unglaublich schnell und verwendet fortschrittliche Technologie, um Nachrichtenartikel in einem äußerst lesbaren und attraktiven Format für den Verbraucher zu präsentieren.


© 2024 NewsWorld™. Alle Rechte vorbehalten.