Australien in der Krise: Immer mehr wirbellose Arten vom Aussterben bedroht

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Durch Hans Meier
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Verschiedene Wirbellose verschwinden vor einer australischen Landschaft.

BerlinForscher haben ein ernstes Problem des Aussterbens von wirbellosen Tieren in Australien aufgezeigt. Mit der Ankunft der Europäer im Jahr 1788 begannen tiefgreifende Umweltveränderungen. Seitdem sind über 9.000 Insekten- und Wirbellosenarten ausgestorben, und jede Woche sterben ein bis drei weitere Arten aus. Diese Informationen unterstreichen ein Problem, das bisher nicht ausreichend beachtet wurde, und zeigen die dringende Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen auf.

Wirbellose Tiere wie Würmer, Schnecken und Spinnen sind von großer Bedeutung für die Umwelt. Sie tragen zur Bestäubung bei, sorgen für gesunden Boden und regulieren Schädlinge. Diese Kreaturen erfüllen viele wichtige Funktionen in der Natur.

  • Bestäuber wie Bienen und Fliegen sind entscheidend für die Fortpflanzung von Pflanzen.
  • Regenwürmer spielen eine wichtige Rolle für die Bodenverbesserung und die Erhaltung seiner Struktur.
  • Marienkäfer tragen zur Kontrolle von Schädlingspopulationen wie Blattläusen bei.

Verlust von Schlüsselarten gefährdet Natur und Landwirtschaft

Der Verlust von wichtigen Arten verringert nicht nur die Biodiversität, sondern beeinträchtigt auch bedeutende Systeme wie die Landwirtschaft und das Wassermanagement. Studien zeigen, dass Lebensraumzerstörung, Pestizideinsatz und Klimawandel das Risiko des Artensterbens erhöhen. Einige Arten, wie der goldene Sonnenmotten in den südöstlichen australischen Grasländern, sind aufgrund ihres spezifischen Lebensraumanspruches besonders gefährdet. Dr. Marsh, der an dieser Studie mitgearbeitet hat, betont die Notwendigkeit, den Schutz von Wirbellosen in Umweltpolitiken zu integrieren.

Der Klimawandel stellt eine ernsthafte Bedrohung dar, die zu häufigeren schädlichen Wetterereignissen führt und empfindliche Ökosysteme beeinträchtigt. Mit steigenden Temperaturen und veränderten Wetterbedingungen sind wirbellose Tiere, die sich nicht schnell anpassen können, vom Aussterben bedroht. Dieser Verlust an Biodiversität weist auf ein umfassenderes ökologisches Ungleichgewicht hin, das Wälder, landwirtschaftliche Betriebe und Städte beeinflussen könnte.

Professor John Woinarski vermutet, dass die Zahl der seit der Ankunft der Europäer ausgestorbenen Arten weitaus höher sein könnte, möglicherweise bis zu 60.000. Dabei wurden wirbellose Tiere in der Forschung und Finanzierung im Vergleich zu Wirbeltieren vernachlässigt. Die Studie betont die Notwendigkeit, dass Regierungen und Gemeinschaften mehr Unterstützung, Forschung und Schutzmaßnahmen für diese oft übersehenen Arten bereitstellen.

Schnelles Handeln ist gefragt. Die Erhaltung gesunder Bestände von Wirbellosen ist entscheidend, damit Ökosysteme gut funktionieren. Wichtige Maßnahmen sind der Schutz ihrer Lebensräume, der geringere Einsatz von Pestiziden und verstärktes Handeln im Klimaschutz. Dieses Vorgehen wird helfen, die Biodiversität zu bewahren und eine nachhaltige Zukunft für die Menschen zu sichern, die von diesen wichtigen Arten abhängig sind.

Die Studie wird hier veröffentlicht:

http://dx.doi.org/10.1017/ext.2024.26

und seine offizielle Zitation - einschließlich Autoren und Zeitschrift - lautet

John C.Z. Woinarski, Michael F. Braby, Heloise Gibb, Mark S. Harvey, Sarah M. Legge, Jessica R. Marsh, Melinda L. Moir, Tim R. New, Michael G. Rix, Brett P. Murphy. This is the way the world ends; not with a bang but a whimper: Estimating the number and ongoing rate of extinctions of Australian non-marine invertebrates. Cambridge Prisms: Extinction, 2024; 2 DOI: 10.1017/ext.2024.26

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