Bahnbrechende Studie bietet neue Hoffnung für die Behandlung tödlicher Schlaganfälle mit innovativer Methode

Lesezeit: 2 Minuten
Durch Johannes Müller
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Gehirnscan zeigt verbesserten Blutfluss nach der Behandlung.

BerlinEndovaskuläre Therapie (EVT) bietet vielversprechende Verbesserungen bei der Behandlung von vertebrobasilären Schlaganfällen, die als besonders schwerwiegend gelten. Eine aktuelle Analyse von vier klinischen Studien zeigt, dass EVT 2,5-mal effektiver ist als herkömmliche medizinische Behandlungen, um positive Ergebnisse für Patienten zu erzielen. Diese Therapie zielt auf Schlaganfälle ab, die den hinteren Teil des Gehirns betreffen, einschließlich des Hirnstamms, der aufgrund hoher Raten von schwerer Behinderung und Tod besonders herausfordernd ist.

Die Studie, die in The Lancet veröffentlicht wurde und von Dr. Raul Nogueira vom UPMC Stroke Institute geleitet wird, analysierte Daten internationaler Studien und zeigt, dass die endovaskuläre Therapie (EVT) anderen Behandlungen überlegen ist. Die EVT ist entscheidend für die Behandlung von Blockaden der A. vertebrobasilaris, da herkömmliche Therapien oft zu hohen Sterblichkeitsraten führen. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse der Studie:

  • EVT verbessert die funktionale Selbstständigkeit von Schlaganfallpatienten erheblich.
  • Nach EVT können Patienten häufiger eigenständig gehen im Vergleich zu herkömmlichen Therapieformen.
  • Zwar gibt es ein erhöhtes Risiko für Hirnblutungen, doch überwiegen die allgemeinen Vorteile dieses Eingriffs.

EVT war früher bekannt für die erfolgreiche Behandlung von Schlaganfällen, die durch Blockaden in den großen Blutgefäßen im vorderen Teil des Gehirns verursacht wurden. Ob es jedoch auch bei Verstopfungen in den vertebrobasilären Arterien im hinteren Teil des Gehirns wirksam war, blieb unklar. Die Forschergruppe VERITAS wollte dies genauer untersuchen. Sie integrierten Daten aus den ATTENTION-, BAOCHE-, BASICS- und BEST-Studien, um einen umfassenden Datensatz zu erstellen. Dadurch konnten sie klare Aussagen darüber treffen, wie EVT bei dieser schweren Art von Schlaganfall helfen kann.

Diese Ergebnisse zeigen eine bedeutende Veränderung in der Behandlung von Schlaganfällen auf. Sie deuten darauf hin, dass weltweit die mechanische Thrombektomie eine wichtige Option zur Senkung der Sterblichkeitsrate und zur Verbesserung der Genesung von Schlaganfallpatienten werden könnte, wobei diese Krankheit zuvor als schwer behandelbar galt.

Um die Versorgung zu verbessern, müssen EVT-Einrichtungen und qualifizierte Fachkräfte besser zugänglich und verfügbar gemacht werden. Gesundheitssysteme müssen sich an diese neuen Verfahren anpassen, was die Genesung der Patienten erheblich verbessern und die Effizienz im Gesundheitswesen steigern kann.

Forscher arbeiten intensiv daran, die Behandlung von Schlaganfällen zu verbessern, und zukünftige Fortschritte könnten zu effizienteren Methoden führen. Diese Forschung zeigt vielversprechende Ergebnisse und regt zu weiteren Studien an, um EVT-Techniken für verschiedene Schlaganfalltypen zu optimieren.

Die Studie wird hier veröffentlicht:

http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(24)02137-8

und seine offizielle Zitation - einschließlich Autoren und Zeitschrift - lautet

Jan K Ho, Graeme J Hankey. Endovascular therapy for ischaemic stroke due to vertebrobasilar artery occlusion. The Lancet, 2024; DOI: 10.1016/S0140-6736(24)02137-8

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