Langzeitfolgen von Glyphosat: Gefahr für die Gehirngesundheit durch weitverbreitetes Unkrautvernichtungsmittel?

Lesezeit: 2 Minuten
Durch Kathy Schmidt
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Unkrautvernichter-Flasche neben entzündeter Gehirnillustration.

BerlinNeue Studien zeigen, dass selbst ein kurzer Kontakt mit Glyphosat, einem weit verbreiteten Unkrautvernichter, ernsthafte und langfristige Gehirnschäden verursachen kann. Forscher der Arizona State University und des TGen fanden heraus, dass Mäuse, die Glyphosat ausgesetzt waren, deutliche Gehirnentzündungen und Symptome entwickelten, die mit Krankheiten des Gehirns vergleichbar sind. Alarmierend ist, dass diese Effekte noch lange nach der Exposition bestehen blieben, was Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Glyphosat für Menschen aufwirft.

Studie zeigt Auswirkungen von Glyphosat auf das Gehirn

Die Untersuchung ergab wichtige Erkenntnisse: Bei Mäusen, die Glyphosat ausgesetzt waren, trat eine Hirnentzündung auf, die mit Krankheiten wie Alzheimer in Verbindung steht. In genetisch veränderten Mäusen verschlimmerten sich die Alzheimer-Symptome nach der Exposition. Ein Abbauprodukt von Glyphosat, die Aminomethylphosphonsäure, wurde im Gehirngewebe nachgewiesen. Sogar nach einer sechsmonatigen Pause von der Exposition verschwanden die Symptome nicht vollständig.

Wichtige Bedenken aufgrund der Studie: Es gibt erhebliche Bedenken bezüglich der Studie: Glyphosat wird intensiv in der Landwirtschaft eingesetzt, was Landarbeiter und Bewohner ländlicher Gegenden gefährdet. Zudem ist es in Lebensmitteln nachweisbar, was das Risiko erhöht, dass Menschen damit in Kontakt kommen. Die Ergebnisse der Studie sind besorgniserregend, da sie zeigen, dass bereits eine kurze Exposition dauerhafte Schäden am Nervensystem verursachen kann.

Die Studie stellt die aktuellen Sicherheitsrichtlinien infrage, da diese möglicherweise die langfristigen Gesundheitsrisiken des Herbizids nicht vollständig berücksichtigen. Bestehende Vorschriften besagen, dass bestimmte Mengen an Glyphosat unbedenklich seien, doch die Untersuchung deutet darauf hin, dass diese Grenzwerte überdacht werden sollten. Glyphosat bleibt in der Umwelt, etwa im Boden und Wasser, was es erschwert, die Belastung zu reduzieren. Da es weit verbreitet eingesetzt wird, gelangt Glyphosat in die Nahrungskette und könnte im Laufe der Zeit viele Menschen betreffen.

Die Auswirkungen von Glyphosat auf die Gesundheit des Gehirns erfordern sofortige Beachtung. Mehr Studien sind notwendig, um sicherere Alternativen zu finden und strengere Sicherheitsrichtlinien zu entwickeln. Es wird immer deutlicher, dass Glyphosat nicht nur Pflanzen beeinflussen könnte, sondern möglicherweise auch die menschliche Gehirngesundheit gefährdet. Diese Forschungsarbeit betont die Notwendigkeit, Glyphosat und andere Umweltchemikalien, die unsere Gehirngesundheit und unser Wohlergehen beeinträchtigen könnten, neu zu bewerten.

Die Studie wird hier veröffentlicht:

http://dx.doi.org/10.1186/s12974-024-03290-6

und seine offizielle Zitation - einschließlich Autoren und Zeitschrift - lautet

Samantha K. Bartholomew, Wendy Winslow, Ritin Sharma, Khyatiben V. Pathak, Savannah Tallino, Jessica M. Judd, Hector Leon, Julie Turk, Patrick Pirrotte, Ramon Velazquez. Glyphosate exposure exacerbates neuroinflammation and Alzheimer’s disease-like pathology despite a 6-month recovery period in mice. Journal of Neuroinflammation, 2024; 21 (1) DOI: 10.1186/s12974-024-03290-6

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