Verbessert Online-Gaming die Englischkenntnisse norwegischer Jungen? Eine Studie der Universität Oslo.

Lesezeit: 2 Minuten
Durch Ernst Müller
- in
Computermonitor mit englischer Gaming-Oberfläche und Flagge.

BerlinNorwegische Jungen überholen Mädchen beim Englischlernen

Eine aktuelle Studie der Universität Oslo ergab, dass Jungen in Norwegen beim Erlernen von Englisch als Zweitsprache besser abschneiden als Mädchen, insbesondere im Alter von 10 und 13 Jahren. Die Forscher betonen, dass Online-Gaming und die Nutzung digitaler Medien wichtige Gründe dafür sind. Jungen verbringen mehr Zeit mit englischsprachigen Inhalten auf diesen Plattformen, was ihre Sprachkenntnisse verbessert und ihnen einen Vorteil gegenüber den Mädchen verschafft.

Jungen verbessern ihre Englischkenntnisse spezifisch, nicht alle sprachlichen Kompetenzen generell. Digitale Plattformen wie Online-Spiele und YouTube, die überwiegend auf Englisch sind, bieten Jungen häufigere Kontaktmöglichkeiten mit der Sprache. Soziale Umfragen in Norwegen zeigen zudem, dass Jungen mehr mit Videospielen und englischsprachigen Medien interagieren als Mädchen.

Digitale Technologien können die Art und Weise verändern, wie wir lernen. In Spielen verwenden die Spieler oft Englisch auf eine klare und direkte Weise. Sie müssen schnell Anweisungen verstehen oder in hektischen Situationen mit anderen kommunizieren. Diese Art der Sprachverwendung könnte bestimmte sprachliche Fähigkeiten besser verbessern als herkömmliche Klassenräume.

Plattformen wie YouTube und Streaming-Dienste bieten hauptsächlich Inhalte auf Englisch an. Dieser tägliche Kontakt mit der Sprache ermöglicht es den Menschen, sie auf natürliche Weise zu erlernen, ohne formellen Unterricht. Dies unterscheidet sich von traditionellen Sprachkursen, in denen das Lernen oft künstlich wirkt und wenig Bezug zum realen Leben hat.

Der Sprachunterricht befindet sich im Wandel, und Schulen sollten ihre Lehrmethoden überdenken. Der verstärkte Einsatz von digitalen Werkzeugen und interaktiven Medien könnte dabei helfen, die Geschlechterunterschiede zu verringern und allen Schülern besseren Zugang zu Online-Sprachressourcen zu ermöglichen.

Jungen können sich zwar im Fach Englisch verbessern, bleiben jedoch in ihrer Muttersprache Norwegisch hinter den Mädchen zurück. Dies legt nahe, dass eine Verbesserung in einer Fremdsprache nicht zwingend zu besseren allgemeinen Sprachfähigkeiten führt. Da sich Schulen verändern, ist es wichtig, diese Unterschiede zu verstehen, um Lernpläne zu entwickeln, die den Bedürfnissen aller Schüler gerecht werden.

Das digitale Zeitalter revolutioniert eindeutig unsere Art, Sprachen zu lernen. Es verändert nicht nur die Lernmethoden, sondern auch wer Sprachgeschick entwickelt. Die Herausforderung wird darin bestehen, digitale Werkzeuge mit traditionellem Unterricht zu vereinen, um allen Schülern zu helfen, starke Sprachfähigkeiten zu entwickeln.

Die Studie wird hier veröffentlicht:

http://dx.doi.org/10.1080/0969594X.2024.2423151

und seine offizielle Zitation - einschließlich Autoren und Zeitschrift - lautet

Astrid M. J. Sandsør, Lisbeth M. Brevik. Gender gaps in English as a second language over time: a shift in favour of boys. Assessment in Education: Principles, Policy & Practice, 2024; 1 DOI: 10.1080/0969594X.2024.2423151

Wissenschaft: Neueste Nachrichten
Weiterlesen:

Diesen Artikel teilen

Kommentare (0)

Kommentar veröffentlichen
NewsWorld

NewsWorld.app ist der kostenlose Premium-Nachrichtenseite in Deutschland. Wir bieten unabhängige und hochwertige Nachrichten, ohne pro Artikel zu berechnen und ohne ein Abonnementmodell. NewsWorld ist der Ansicht, dass allgemeine, geschäftliche, wirtschaftliche, technische und Unterhaltungsnachrichten auf hohem Niveau kostenlos zugänglich sein sollten. Darüber hinaus ist NewsWorld unglaublich schnell und verwendet fortschrittliche Technologie, um Nachrichtenartikel in einem äußerst lesbaren und attraktiven Format für den Verbraucher zu präsentieren.


© 2024 NewsWorld™. Alle Rechte vorbehalten.