Auf der Suche nach sicheren Geneditierungsmethoden: Effizienz trifft auf Herausforderungen und Risiken.

Lesezeit: 2 Minuten
Durch Kathy Schmidt
- in
Mikroskopische DNA-Stränge mit futuristischen Technologie-Elementen.

BerlinIn den letzten Jahren hat die CRISPR-Cas-Technologie die Genbearbeitung revolutioniert, was bedeutende Fortschritte bei der Behandlung genetischer Krankheiten und die Entwicklung robusterer Pflanzen ermöglicht hat. Diese Innovation basiert auf der Fähigkeit von CRISPR-Cas9, DNA an bestimmten Stellen zu schneiden. Um neues genetisches Material präzise einzufügen, ermutigen Wissenschaftler die Zellen, einen Reparaturprozess namens homologiegeleitete Reparatur (HDR) zu verwenden. AZD7648 war eine vielversprechende Verbindung zur Verbesserung der Präzision von CRISPR, indem es HDR unterstützt.

Forscher der ETH Zürich um Jacob Corn haben herausgefunden, dass AZD7648, trotz seiner Fähigkeit zur Verbesserung der präzisen DNA-Reparatur, potenziell genomische Instabilität verursachen kann. Untersuchungen zeigten, dass in mit AZD7648 behandelten Zellen unbeabsichtigte bedeutende genetische Veränderungen auftraten, darunter das Löschen von Tausenden von DNA-Basen. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Herausforderungen und Risiken, die mit der Verwendung einzelner Moleküle zur Förderung der HDR verbunden sind.

Die wichtigsten Ergebnisse der ETH-Forscher sind von großer Bedeutung.

Umfangreiche Deletionen und genomische Instabilität, unerwartete Brüche in Chromosomenarmen und die Enttäuschung über erwartungsgemäße Modifikationen. Es besteht die Notwendigkeit für eine umfassendere genomische Analyse, die über die Zielstellen hinausgeht.

Diese neuen Erkenntnisse verlangen, dass wir die Entwicklung und Anwendung von CRISPR-Tools überdenken. Forscher sollten das gesamte Genom betrachten und nicht nur die Zielbereiche, um unerwünschte Effekte zu identifizieren. Wir benötigen neue Tests und umfassendere Richtlinien, um die Sicherheit dieser Werkzeuge zu gewährleisten. Dabei sollte jedoch die Innovation nicht gebremst werden.

Forscher glauben, dass die CRISPR-Cas-Technologie durch detailliertere Methoden verbessert werden könnte. Anstatt nur ein einziges Molekül zur Reparatur zu verwenden, könnten Wissenschaftler Mischungen aus verschiedenen Substanzen entwickeln müssen. Diese Kombinationen würden zusammenarbeiten, um Gene zu reparieren und dabei weniger Schaden am Genom zu verursachen. Dafür müssen möglicherweise viele verschiedene Moleküle getestet werden, um die effektivste und sicherste Kombination zu finden.

Vielversprechende Fortschritte bei CRISPR-Cas-Therapien

CRISPR-Cas-Therapien zeigen bereits ermutigende Ergebnisse. Patienten mit Sichelzellenanämie wurden erfolgreich behandelt, ohne den Einsatz von AZD7648, was beweist, dass Gen-Editing-Lösungen effektiv und sicher sein können. Der nächste Schritt besteht darin, diese Techniken zu verbessern, um mehr Patienten zu helfen, ohne unerwartete genetische Komplikationen zu verursachen.

Die Studie wird hier veröffentlicht:

http://dx.doi.org/10.1038/s41587-024-02488-6

und seine offizielle Zitation - einschließlich Autoren und Zeitschrift - lautet

Grégoire Cullot, Eric J. Aird, Moritz F. Schlapansky, Charles D. Yeh, Lilly van de Venn, Iryna Vykhlyantseva, Susanne Kreutzer, Dominic Mailänder, Bohdan Lewków, Julia Klermund, Christian Montellese, Martina Biserni, Florian Aeschimann, Cédric Vonarburg, Helmuth Gehart, Toni Cathomen, Jacob E. Corn. Genome editing with the HDR-enhancing DNA-PKcs inhibitor AZD7648 causes large-scale genomic alterations. Nature Biotechnology, 2024; DOI: 10.1038/s41587-024-02488-6

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