Neue Entdeckung: Biologisches Material könnte Mikroplastikverschmutzung drastisch reduzieren und Nährstoffversorgung verbessern

BerlinWissenschaftler am MIT haben ein neues biologisch abbaubares Material entwickelt, das Mikroplastik ersetzen kann, insbesondere in Kosmetikprodukten. Dies könnte ein bedeutendes Umweltproblem lösen, indem verhindert wird, dass Mikroplastik in die Natur gelangt. Die neuen Materialien bieten eine innovative Möglichkeit, die Verschmutzung zu bekämpfen, und könnten auch für andere Verwendungszwecke eingesetzt werden.
Das neue umweltfreundliche Material könnte die Verschmutzung durch Mikroplastik erheblich reduzieren, dank seiner entscheidenden Eigenschaften.
- Zerfällt in unschädliche Zucker und Aminosäuren
- Schützt und bewahrt Vitamine wie A, D, E und C vor dem Abbau
- Bewährt sich auch unter anspruchsvollen Umweltbedingungen
- Verbesserte Reinigungseigenschaften in Körperpflegeprodukten
- Könnte globale Nährstoffdefizite bekämpfen
Poly(beta-amino-ester) sind eine Art Kunststoff, die ursprünglich für medizinische Anwendungen wie die Genabgabe untersucht wurden, da sie im Körper abbaubar sind. Die Forscher Ana Jaklenec und Robert Langer arbeiteten daran, diese Materialien für Alltagsprodukte zu optimieren. Sie passten die Eigenschaften an, um sie wasserabweisend und säureempfindlich zu machen, sodass sie an Orten wie dem menschlichen Magen aufgelöst werden können.
Dieses Forschungsvorhaben könnte die Ernährung verbessern, indem Vitamine und Mineralien Lebensmitteln hinzugefügt werden. Durch die Einbettung dieser Nährstoffe in schützende Partikel bleibt deren Qualität länger erhalten. Tests mit Brühwürfeln, die in Afrika beliebt sind, zeigen, dass sie wesentlich zur Bekämpfung von Mangelernährung beitragen könnten, da sie wesentliche Vitamine beim Kochen stabil halten.
Die Partikel können Nährstoffe speichern und schützen, was zu neuen Anwendungen jenseits von Nahrungsergänzungsmitteln führen könnte. Da diese Nährstoffe selbst unter extremen Bedingungen stabil bleiben, wie die Studie zeigt, könnten diese Partikel für die Ernährungssicherheit und die öffentliche Gesundheit besonders in Regionen, in denen frische Lebensmittel schwer erhältlich sind, von großer Bedeutung sein.
Die Partikel in diesen Reinigungsmitteln sind effektiver als herkömmliche Plastikmikroperlen. Sie entfernen hartnäckiges Make-up von der Haut und nehmen schädliche Substanzen wie Schwermetalle auf. Diese Verbesserung ist sowohl für die Umwelt als auch für die Gesundheit von Vorteil, und Produkte dieser Art könnten bald weit verbreitet sein.
Ein Team des MIT wird von der Bill und Melinda Gates Stiftung sowie Estée Lauder unterstützt, um an Forschungen zu arbeiten, die zu neuen umweltfreundlichen Materialien führen könnten. Diese Initiative ist ein positiver Schritt zur Verringerung der Mikroplastikverschmutzung in der Zukunft.
Die Studie wird hier veröffentlicht:
http://dx.doi.org/10.1038/s44286-024-00151-0und seine offizielle Zitation - einschließlich Autoren und Zeitschrift - lautet
Linzixuan Zhang, Ruiqing Xiao, Tianyi Jin, Xinyan Pan, Katharina A. Fransen, Shahad K. Alsaiari, Alicia Lau, Ruizhe He, Jooli Han, Benjamin J. Pedretti, Jing Ying Yeo, Xin Yang, Bradley D. Olsen, Alfredo Alexander-Katz, Zachary P. Smith, Robert Langer, Ana Jaklenec. Degradable poly(β-amino ester) microparticles for cleansing products and food fortification. Nature Chemical Engineering, 2024; DOI: 10.1038/s44286-024-00151-0

2. Februar 2025 · 00:28
Fernsehgewalt prägt Buben nachhaltig: Studie zu Langzeiteffekten auf aggressives Verhalten

30. Dezember 2024 · 03:47
Blitzschneller Laser-Neuron eröffnet neue Horizonte in KI und Hochleistungsrechnen
Diesen Artikel teilen

