Neue Studie: Können sich Herzmuskelzellen selbst regenerieren und heilen? Hoffnung für Herzversagen.

BerlinNeue Forschungen der University of Arizona College of Medicine—Tucson's Sarver Heart Center zeigen, dass Menschen mit künstlichen Herzen deutlich schneller neue Herzmuskeln entwickeln können als Menschen mit gesunden Herzen. Diese Erkenntnis könnte die Behandlung von Herzinsuffizienz revolutionieren, einer Erkrankung, von der fast 7 Millionen Erwachsene in den USA betroffen sind. Die Studie eröffnet neue Hoffnung, innovative Behandlungen für Herzinsuffizienz zu entwickeln.
Die Untersuchung befasste sich mit Patienten, denen ein Linksherzunterstützungssystem (LVAD) implantiert wurde. Dieses Gerät unterstützt die Herzfunktion effizient. Besonders hervorzuheben ist, dass diese Geräte dem Herzen eine Ruhepause ermöglichen, was dessen Selbstheilung unterstützen kann.
Herzmuskelregeneration zeigte sich sechs Mal so schnell wie in gesunden Herzen. Lediglich etwa 25 % der Patienten reagierten positiv auf diesen regenerativen Effekt. Der Regenerationsmechanismus scheint dem der Skelettmuskeln zu ähneln und ist mit Ruhephasen verbunden, wie beim Heilungsprozess nach Verletzungen.
LVADs werden häufig eingesetzt, um das Leben von Menschen zu verlängern, sie sind jedoch nicht als Heilmittel gedacht. Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass das Herz möglicherweise von Natur aus die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu heilen oder zu regenerieren. Diese Fähigkeit wird jedoch normalerweise nicht aktiviert, da das Herz von Geburt an ständig arbeiten muss. Diese Entdeckung wirft spannende Fragen zur Herzregeneration auf.
Wissenschaftler des Karolinska-Instituts verwendeten eine neue Methode der Kohlenstoffdatierung, um die Entstehung neuer Zellen im Herzgewebe zu messen. Diese Technik lieferte eindeutige Beweise dafür, dass sich neue Zellen im Herzen bilden können, was der alten Annahme widerspricht, dass beschädigtes Herzgewebe nicht heilen kann.
Eine Studie zeigt, dass sich Herzmuskelgewebe regenerieren kann und untersucht, warum einige Patienten davon profitieren, während andere nicht. Das Verständnis dieser Unterschiede könnte helfen, Behandlungen zu entwickeln, die es mehr Patienten erlauben würden, davon zu profitieren, was möglicherweise zu einer Heilung von Herzinsuffizienz führen könnte.
Forscher und Ärzte werden aufgefordert, Herzverletzungen aus einem neuen Blickwinkel zu untersuchen. Sie vermuten, dass die Prozesse der Zellteilung dem Herzen bei der Selbstheilung helfen könnten. Diese Forschung könnte in Zukunft zu Behandlungen führen, die es dem Herzen ermöglichen, sich ähnlich wie Skelettmuskeln von Schäden zu erholen. Solche Entdeckungen könnten die Behandlung von Herzproblemen grundlegend verändern.
Die Studie wird hier veröffentlicht:
http://dx.doi.org/10.1161/CIRCULATIONAHA.123.067156und seine offizielle Zitation - einschließlich Autoren und Zeitschrift - lautet
Wouter Derks, Julian Rode, Sofia Collin, Fabian Rost, Paula Heinke, Anjana Hariharan, Lauren Pickel, Irina Simonova, Enikő Lázár, Evan Graham, Ramadan Jashari, Michaela Andrä, Anders Jeppsson, Mehran Salehpour, Kanar Alkass, Henrik Druid, Christos P. Kyriakopoulos, Iosif Taleb, Thirupura S. Shankar, Craig H. Selzman, Hesham Sadek, Stefan Jovinge, Lutz Brusch, Jonas Frisén, Stavros Drakos, Olaf Bergmann. A Latent Cardiomyocyte Regeneration Potential in Human Heart Disease. Circulation, 2024; DOI: 10.1161/CIRCULATIONAHA.123.067156

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