Neue Studie: Viele Amerikaner kennen HPV-Risiken nicht und verzichten auf wichtige Impfungen

BerlinViele Amerikaner sind sich der Verbindung zwischen dem humanen Papillomavirus (HPV) und Rachenkrebs nicht bewusst, und die Impfraten sind niedrig. HPV ist eine häufige sexuell übertragbare Infektion, doch die meisten Erwachsenen in den USA wissen nicht, dass sie Rachenkrebs verursachen kann. Diese mangelnde Aufklärung ist besorgniserregend, da HPV für 70% der Rachenkrebsfälle verantwortlich ist.
Umfragen zeigen bedrückende Zahlen:
Weniger als ein Drittel der Amerikaner sind sich des Zusammenhangs zwischen HPV und Rachenkrebs bewusst. Lediglich rund 6,5 % der anspruchsberechtigten Erwachsenen haben die vollständige HPV-Impfserie abgeschlossen, während nur 15,8 % überhaupt eine HPV-Impfung erhalten haben.
Im Jahr 2006 wurde der Impfstoff zunächst Mädchen im Alter von 9 bis 26 Jahren verabreicht, gefolgt von Jungen im Jahr 2009. Ab 2018 stand er auch Erwachsenen im Alter von 27 bis 45 Jahren zur Verfügung, doch nur wenige in dieser Altersgruppe lassen sich impfen. Ein Hauptgrund dafür ist, dass viele nicht wissen, dass der Impfstoff nicht nur gegen Gebärmutterhalskrebs, sondern auch gegen Krebsarten im Hals, Anus, Penis, Vagina und der Vulva schützen kann.
Ursachen für niedrige Impfquoten
Niedrige Impfquoten haben mehrere Ursachen. Ein Grund ist, dass der HPV-Impfstoff nicht so stark beworben wird wie die Grippe- oder COVID-19-Impfstoffe. Zudem nimmt die Impfskepsis in den USA zu, was die Lage weiter verkompliziert. Auch Unterschiede in sozialem Status, ethnischer Zugehörigkeit und Zugang zum Gesundheitswesen beeinflussen die Impfbereitschaft. Zu den Gruppen, die seltener den Impfstoff erhalten, gehören Männer, Asiatische Amerikaner, Afroamerikaner, Hispanics und Personen ohne persönlichen Gesundheitsversorger.
HPV-bedingter Rachenkrebs betrifft hauptsächlich Männer, und es gibt keinen Test wie den Pap-Abstrich für Gebärmutterhalskrebs, um ihn frühzeitig zu erkennen. Daher ist die Impfung umso wichtiger zur Vorbeugung.
Die Gesundheitsbranche kann dazu beitragen, diese Muster zu verändern. Öffentliche Aufklärungskampagnen haben bereits zur Verringerung der Fälle von HPV-bedingtem Gebärmutterhalskrebs beigetragen. Es wird mehr Bildung und Aufklärung darüber benötigt, wie HPV mit verschiedenen Krebsarten, wie beispielsweise Rachenkrebs, in Verbindung steht. Die Menschen müssen verstehen, wie wichtig Impfungen für die Prävention sind.
Erwachsene, die die HPV-Impfung erhalten können, sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob sie für sie die beste Wahl ist.
Die Studie wird hier veröffentlicht:
NaNund seine offizielle Zitation - einschließlich Autoren und Zeitschrift - lautet
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